Information

Diese Seite versteht sich als Internetbuch, das gegenüber Publikationen im Printmedium den Vorteil besitzt, auf verschiedenen Ebenen erweiterbare Informationen bereit zu stellen. Sie agiert bewusst auf zwei Ebenen der Information:

1. einer Bildebene, die anhand von Fotos und Videos einen schnelleren und überblickshaften Eindruck von der Ausstellung und dem Projekt Working Shade . Formed Light  gewährt (siehe » Fotos / Videos zur Ausstellung ),

2. einer Textebene, die anhand von Beschreibungen (» zur Ausstellung) und Erläuterungen (» zum Projekt) Informationen einerseits zur Geschichte des Projektes (» Historie) und andererseits zum Aufbau und zur Struktur der seriell konfigurierten Lichtobjekte liefert (siehe unter » Struktur).

Letztere erfordern wegen des Umfangs und Textanspruchs auch einige Aufmerksamkeit. Beide Ebenen werden in einigen Menüpunkten, die Texte enthalten, miteinander gekoppelt. So fungieren Bilder einerseits als Erläuterungen, Konkretisierungen und Erklärungen, als sie in den Text gestellte und vergrößerbare  Abbildungen darstellen und andererseits als Ergänzungen, um sich konkretere Vorstellungen von den einzelnen Objekten bilden zu können.
Sie öffnen sich dann als Fotos von der Ausstellung mit einem Klick auf in Klammern gestellte Ziffern oder Ziffernfolgen im Text. Allein was die fotografische Dokumentation und die Abbildungen betrifft, hätte diese Seite in einem Printmedium nur mit erheblichem finanziellen Aufwand verwirklicht werden können. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle » Rainer Brinkmann (Firma brinkmann medien produktion - bmp Mülheim) für die grafische und funktionelle Gestaltung der Webseite und für die großartige Zusammenarbeit.

Projekt und Ausstellung wurden im folgenden unterschieden, obgleich beide zusammengehören. Das Projekt führte einerseits zur Ausstellung und umfasst von der ersten Konzeption bis zur Realisierung alle Vorgänge. Andererseits,
da es in seiner ursprünglichen Fassung auf spektrale Lichtobjekte ausgerichtet war, die Ausstellung aber noch weitere Objekte enthielt, wurde es zu einem Teil der Ausstellung.

Das » Projekt Working Shade . Formed Light wurde von » Ingo Nussbaumer 2009 konzipiert und 2010 anläßlich
des 200jährigen Jubiläums der Humboldt-Universität Berlin in den Räumen der ehemaligen Bauernmensa [Universitätsgebäude Invalidenstrasse 42, 10115 Berlin] realisiert. Ermöglicht wurde das Projekt von der
» Humboldt-Universität
und der » Schering Stiftung. Dass es Realität werden konnte, ist im Besonderen dem engagiertem Einsatz von » Olaf Müller [Institut für Philosophie an der Humboldt-Universität] zu verdanken, der es von Anfang an unterstützt und gefördert hat. Seinen Texten zu den Lichtobjekten ist hier ein eigener Abschnitt (» Texte) gewidmet. Die fotografische  Dokumentation des Projekts und das Video  wurde gefördert vom Österreichischen
» Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Das » Projekt verortet sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und wurde als serielles Kunstprojekt konzipiert. Viele seiner Aspekte beziehen sich auf die experimentelle Physik im Kontext einer phänomenologischen Optik. Es liefert einen Beitrag zum Thema Licht und Farbe anhand prismatischer Experimente und erweitert bekannte um eine Reihe neuartiger Versuche. Sie ist nicht darauf hin angelegt, sich auf die eine oder andere Seite der historischen Debatte zwischen Goethe und Newton zu schlagen, sondern Interessierte mit neuartigen Phänomenen und Experimenten zu konfrontieren, die zu weiterführenden Diskussionen leiten können. Da dem Kunstaspekt der vordergründige Charakter eingeräumt wurde, war es aber nicht notwendig, mit entsprechenden Kenntnissen aus der Physik an sie heranzutreten. Innerhalb der Kunst stehen die Objekte unter anderem im Zusammenhang mit seriellen Verfahrensweisen. Diese  werden anhand einzelner Objektgruppen detailliert besprochen unter » Struktur,
» Serialität und Bildgestalt,
  » Die einzelnen Stäbe in ihrer Folge und Struktur.

Das » Projekt Working Shade . Formed Light war primärer Bestandteil der gleichnamigen » Ausstellung. Die Ausstellung integrierte neben den 19 Lichtobjekten von Ingo Nussbaumer noch 4 weitere Objekte (Interventionen)
des in Berlin lebenden Künstlers » Hubert Schmidleitner. Unter dem Titel Colored Shades knüpften sich diese thematisch an das Phänomen der farbigen Schatten. Sie wurden vom Künstler in 4 separaten Räumen der Ausstellung realisiert.  Die Ausstellung enthielt damit 23 Objekte. Dazu kamen von Ingo Nussbaumer noch 18 Drucke zur seriellen Struktur der Auffangschablonen, ein Ölbild zum Thema der Kantenfarben und 16 Drucke zur fotografischen Dokumentation der irregulären Verhaltensweise von Lichtfarben, welche sich thematisch an die Wechselbeziehung prismatischer Phänomene knüpften. Von Hubert Schmidleitner war noch eine Reihe von kleinen Modellen zu den farbigen Schatten an einem Lichttisch aufbereitet. [Siehe näheres unter » Ausstellung und  » Fotos / Videos .]

Die » Ausstellung Working Shade . Formed Light war zeitlich mit einer Parallelveranstaltung an der Humboldt-Universität gekoppelt, die von den Physikern Grebe-Ellis und Rang anläßlich des 200jährigen Jubiläums von Goethes Farbenlehre initiiert wurde. Bestandteil dieser Veranstaltung war ein » internationalen Workshop zu dem namhafte Forscher auf dem Gebiet der Optik, Wissenschaftsphilosophie und -geschichte und Farbenlehre eingeladen waren. Nähere Informationen dazu finden sich unter »www.experimentum-lucis.de

Das » Projekt  Working Shade . Formed Light fand in der gleichnamigen » Ausstellung an der Humboldt-Universität 2010 seinen ersten größeren Niederschlag. Die Größe der Räumlichkeiten war geeignet, die serielle Struktur der Lichtobjekte zu präsentieren und ihre experimentelle Komplementarität adäquat einander gegenüber zu stellen. Einige lichtskulpturale und lichtplastische Bestandteile dieses Projektes wurden von Ingo Nussbaumer bereits 2006-2007 entwickelt und im Museum auf Abruf (MUSA) in Wien 2008 mit seinem Buch zur Farbenlehre* erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Vergleichbare Lichtobjekte des Künstlers konnte man auch schon an verschiedenen anderen Orten sehen. Näheres dazu siehe unter » www.ingo-nussbaumer.com
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* Siehe: » Nussbaumer, Ingo. Zur Farbenlehre, Entdeckung der unordentlichen Spektren. Edition Splitter Wien 2008